Park Fiction

22:46 Uhr — zurück nach Kölle

Nach ein paar schönen Stunden in Hamburg (inklusive Hafenrundfahrt mit Astrid) geht es nun zurück nach Köln. Die Kondition lässt langsam nach. Draußen ist eh dunkel, und im Schrammel-IC gibt es sowieso kein WLAN für einen ordentlichen Bilder-Upload. Die Gelegenheit mal ein Astra aufzumachen.

Hahaha, gerade höre ich in so einem alten Interregio-Abteil, dass sich der Zug Intercity Deluxe nennt. Nicht wahr, oder? Gibt es das? Falls nein, dann war es ein guter Scherz vom Sprecher …

Hier keine Menschen, sondern Kühe

18:34 Uhr — und überall wohnen Menschen

Was mich schon seit Jahren am meisten beim aus dem Fenster glotzen wundert, egal ob Zug oder Auto, ist: Und überall wohnen Menschen
Wir sitzen im Zug und fahren von A nach B. Aber während wir so rasen, gucken wir immer wieder in Häuser hinein, sehen Menschen auf der Straße. Selbst in der Provinz aufgewachsen frage ich mich wie es dem Jugendlichen in Büchen so geht, einem Kaff an dem ich gerade tatsächlich vorbeifahre.

Slow speedscape

14:38 Uhr — Schwitz

Inzwischen sitz ich wie eine Ölsardine im ICE nach Berlin. Zug rappelvoll, neben mir ein sich breitmachender Schnösel — die mittlere Armlehne gehört nur ihm!
Wenigstens ein Fensterplatz, könnte man meinen, aber natürlich voll in der Sonne, volles Gegenlicht. „Wo ich bin ist hinten“ fällt mir da von Ulrich wieder ein.

Tschüss Hannover

13:45 Uhr — das war Hannover

Bloß nichts falsches über Hannover sagen! Wenigstens zwei Hannoverianer lesen mit. Bislang kannte ich (natürlich zuerst) die Pasarelle, eine souterrainere Fußgängerzone die etwas an Charme eingebüst hat, und nun als Niki-Passage daherkommt. Früher eine sichere Quelle für PLO-Tücher, Batschuli-Räucherstäbchen und Wildkirschtee. Auch verschwunden die Punks vor dem Hauptbahnhof. Dafür habe ich nun die Holländische Kakao-Stube kennengelernt, vom Feinsten!

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Hannover

15:11 Uhr dann Ankunft in Berlin.

Hochsitz

9:44 Uhr — Einfach sitzen

Das Reisen mit dem ICE ist kein sinnliches. Autofahren ist schnell, und auch beim Radfahren rast man an Blumen und Bienen nur vorbei. Um fremde Landschaften und Orte zu erfahren bietet sich Wandern an, die beste Fortbewegungsart aber ist das Sitzen.
Rast machen, und zuschauen und zuhören. Die Dinge die dort sind beobachten, sich ein Bild machen, und dann weiterreisen.
Orte an denen es sich gut sitzen lässt, könnte man gemeinsam auf Karten einzeichnen.